Was macht eigentlich der NABU Biedenkopf?

Der NABU Biedenkopf betreut in der Gemarkung der Stadt Biedenkopf und darüber hinaus rund 25 Hektar naturschutzfachlich wertvoller Flächen und unterschiedlicher Biotope. Hierzu ist ein hohes Maß an Eigenleistung der Aktiven nötig. Die Arbeiten werden mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf abgestimmt. Für einige der Gebiete sind dringend behördliche Neuregelungen der Pflege notwendig, die in der Auflistung genannt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete (jeweils mit Jahreszahl des Beginns der NABU-Engagements):

  1. 1983: Anlage von fünf Flach- und Tiefwasserteichen im Mußbachtal Biedenkopf-Eckelshausen. Besitzer: ev. Kirchengemeinde Eckelshausen, die mit dem NABU Biedenkopf einen Pachtvertrag abgeschlossen hat. Erforderliche Pflegemaßnahme: jährliches Mähen,  Gehölzrückschnitt alle drei bis fünf Jahre. (Größe: 2 Hektar)
  2. 1983: Feuchtbiotop Hachenberg: Anlage von 12 Flachwasserbereichen. Inzwischen 10 Tümpel aufgrund zu steiler Hanglage durch Hochwasser verlandet. Entwicklung zu Hochstaudenflora. (Größe 3 Hektar)
  3. 1984: Alteichenbestand auf Kuppe mit starker natürlicher Abbruchkante durch den NABU Biedenkopf gesichert (Größe: 1 Hektar)
  4. 1984: Altholzmischbestand mit uralten Esskastanien und vorgelagerten Feldgehölzen am Engelberg in Engelbach durch vertragliche Vereinbarung mit der Stadt Biedenkopf gesichert (Größe: 7 Hektar)
  5. 1984: Wacholderheide Dexbach: Nach Grundpflege finanziert vom Land Hessen Übernahme der Biotoppflege durch den NABU Biedenkopf. Mähen und erfolgreiches Zurückdrängen von aufkommendem Ginster und Schwarzdorn. Vergütung der geleisteten Arbeitsstunden (ca. 40-50 p.a.) durch die UNB seit 2005.  Unterschiedliche Beweidungssysteme: Schafe 1986-1988; 40 Heidschnucken 2005 – 2011); Rinder 2014. Zwischenzeitlich manuelle Pflege durch NABU Biedenkopf. (Größe: 3 Hektar)
  1. 1985: Adelsbach Wallau  Wacholder-Erika-Heide in starker Hanglage. Wegen starker Verbuschung schwierige Pflegearbeiten in Anfangsjahren geleistet. Zeitweise (nicht jährlich) Beweidung mit Rindern oder Pferden. (Größe 2 Hektar)
  2. 1992: Halbtrockenrasen Breidenstein: NABU sichert  Fläche in südlicher Kuppenlage von Breidenstein. Fläche seit 2005 von Pferdezüchter bewirtschaftet. Aus naturschutzfachlicher Sicht (Stand 2014) völlig unbefriedigende Änderung! Möglichst noch 2015 wäre hier für Änderung bzw. Neuregelung zu sorgen. Das Gelände ist (bzw. war) Trittstein-Biotop für Mittel- und Langstreckenzieher und Brutgebiet für Raubwürger, Heidelerche, Rebhuhn u.a.
  3. 1995: Trockenrasen-Biotop in Steffenberg-Obereisenhausen: NABU Biedenkopf sichert Standort mit sehr selten gewordenem Sommerblühaspekt. Leider nur noch Relikte der ehemals beachtlichen Größe der Hutungen. Umso wertvoller sind die drei Restareale. Vergütung der Arbeiten durch UNB. (Größe: 3 Hektar)
  4. 2010: Wacholder-Erika-Heide bei Breidenbach-Wolzhausen. Pflege des Gebietes und Zurückdrängen sehr starker Verbuschung durch Schwarzdorn und den Lebensraum der dort bis 2000 vorkommenden Vogelarten Raubwürger, Baumpieper und Heidelerche wieder herzustellen. 

Starenhotel

 

Darüber hinaus:
bietet der NABU Biedenkopf jährlich mehrere Exkursionen im Stadtgebiet an, betreibt Öffentlichkeitsarbeit durch Vorträge, Ausstellungen und Studienfahrten und leistet seit 2013 gemeinsam mit dem örtlichen BUND Jugendarbeit in der Kindergruppe „Naturwerkstatt“. Der Verein stattet Kindergärten mit Kamera-Nistkästen aus, beteiligt sich an den Ferienspielen der Stadt Biedenkopf, der Vorsitzende hat wichtige Verhandlungen für den Grunderwerb von Flächen für das Lahnauen-Beweidungsprojekt geführt, wo der NABU nach dessen Inbetriebnahme Bau und Aufstellen eines „Starenhotels“ initiiert und finanziert hat.

Pilzexkursion


1. Vorsitzender

Klaus Petri
Donauschwabenstraße 13
35216 Biedenkopf

Telefon: 06461/2653

Email: nabu-biedenkopf@gmx.de

Webseite: www.nabu-biedenkopf.de

Schriftführerin

Irmela Dörries
NABU Biedenkopf

Telefon: 06468/912838