Was macht eigentlich der NABU Lahntal e.V.

Die OG wurde 1984 von 18 Naturfreunden gegründet. Auslöser:

  • Schutz der Amphibien am Sterzhäuser Steinbruch durch einem Krötenzaun.
  • Aufhängen von Nistkästen (Anzahl 2015: 650 Stück).

Mittlerweile besteht der Verein aus 207 Mitgliedern. Seit 1991 sind wir ein „eingetragener Verein“ (e.V.).
Bei den Arbeitseinsätzen können wir auf ca. 30 aktive Mitglieder zurückgreifen.

Der NABU Lahntal betreut in der Gemarkung der Gemeinde Lahntal rund 30 Hektar Wiesen, Magerrasen, Streuobstwiesen und Biotope (Amphibienteiche), davon ca. 24Ha im Besitz der OG. Hierzu ist ein hohes Maß an Eigenleistung der Aktiven nötig. Die OG betreibt eine ökologische Landwirtschaft. Die Arbeiten werden mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Amt für ländlichen Raum des Landkreises Marburg-Biedenkopf abgestimmt. Nachfolgend einige Projekte, jeweils mit Jahreszahl:

1985: Übernahme Pflege: Übernahme der Pflege von Streuobstwiesen in Sarnau und Goßfelden. Heute werden 485 Obstbäume gepflegt.

1990: Bau eines Naturlehrpfades:1990 wurde ein Naturlehrpfad in Goßfelden aufgebaut. 2002 wurde er, wegen schlechter Wegstrecke, neu errichtet. Er führt über einen festen Rundweg, auf einer Länge von 3 km an 17 Lehrtafeln und einen Wildbienenhotel vorbei. Am Anfang befindet sich ein Infostand.

1992: Magerrasenpflege Greif-Wiese:Übernahme der Pflege der Magerrasenwiese auf der Hardt nach Absprache mit der UNB.

1992: Kauf Hardtwiese:Kauf der Hardtwiese durch den Kreis Mbg/Bdkpf. (Größe: 1,6 Hektar). 1993 Pflanzung von 80 hochstämmigen Obstbäumen. Übertragung 1999 an die OG.

1994: Anpachtung der Gemeindeeigenen Streuobstwiesen:6 gemeindeeigene Streuobstwiesen wurden auf zunächst unbegrenzte Zeit gepachtet. Sie müssen mit viel Aufwand gepflegt werden. (Größe: 4 Hektar)

1994: Sperrung der K846 Seit 1994 wird mit Absprache der Behörden als erste Straße im Landkreis, die Kreisstraße K84 wegen der Amphibienwanderung, für 4-6 Wochen gesperrt. Die Sperrung mit beweglichen Pollern war nicht erfolgreich. Es mußten in Sterzhausen und Wetter feste Schranken installiert werden. Viele Aktive der OG öffnen morgens und schließen abends die Schranken.

1994: HELP: Beteiligung am Landschaftspflegeprogramm HELP.

2000: Kauf von Naturschutzflächen: Ab 2000 stetiger Zukauf von weiteren Flächen, vorzugsweise am Rodenbach und Plauelbach, sowie auf der Hardt.

2001: Renaturierung des Rodenbachs: Da sich der Rodenbach bis zu 2 Meter tief in sein Bett eingegraben hatte wurden sechs Holzsperren eingebracht. Auf der Bachbreite wurden Pfähle eingeschlagen und davor grober Kies aufgeschüttet.

2003: Kauf Trafostation: Kauf der Trafostation am Grünen Weg in Goßfelden. Für 1,-€ von EON abgekauft. Anschließender Umbau zu einem „Vogel- und Fledermaushaus“.

2004:Taufwiese angelegt: Kauf der Taufwiese, Größe 1,6Ha. Anschließend Bepflanzung mit über 130 hochstämmigen Obstbäumen. Hauptsächlich verschiedene, alte, deutsche Apfelsorten.

2006: Anmeldung einer ökologischen Landwirtschaft: Als eine der ersten NABU-Ortsgruppen beantragten wir eine ökologische Landwirtschaft. Nach erstem Mißtrauen, auch seitens der Behörden, haben wir uns nun etabliert, auch unter den Landwirten im Ort.

2006: Erhalt des Klimaschutzpreises des Landkreis Marburg/Biedenkopf

2006: Plauelbach: Anlegen eines Teiches am Plauelbach.

2006. Bepflanzung Ausgleichsfläche: Die OG bepflanzt eine Ausgleichsfläche der Gemeinde Lahntal mit 25 hochstämmigen Obstbäumen

2007: Plauelbach: Nach dem wir das Grundstück erwerben konnten, 1,7 ha groß, wurde mit der Renaturierung angefangen. Der Plauelbach schlängeld sich nun auf einer Länge von über 400m durch die Wiese, die dadurch zu einer Feuchtwiese geworden ist.

2010: Pacht der Trafo-Station in Nieder- Wetter: Die OG konnte die Trafostation in Nieder-Wetter vor dem Abriss bewahren. Nach Verhandlungen mit EON und dem Grundstücksbesitzer konnten wir die Station erst einmal für 15 Jahre pachten. Alsbald wurde sie zu einem Vogel-und Fledermaushaus umgebaut. Mittlerweile brüten dort bis zu 15 Dohlenpaare.

2010: Kauf der NABU-Garage in Goßfelden: In diesem Jahr kauften wir einen Teil der uns von der Gemeinde überlassenen Schreinerei in Goßfelden.

2012. Storchennest auf der Kirche in Sarnau: Die Kirchengemeinde mußte die Außenfassade der Kirche in Sarnau renovieren. Wir nutzten die Gelegenheit und errichteten mit Unterstützung unseres Pfarrers auf dem Kirchturm ein Storchennest mit Kamera. Spenden von den Gewerbetreibenden in der Gemeinde machten es möglich.

2013/14: Kauf weiterer Naturschutzflächen: Um das geplante Naturschutzgebiet Plauel-Rodenbach fertig zu stellen benötigen wir noch einige Grundstücke. Zwei weitere konnten erworben werden.

2014: Heckenpflanzung auf der Hardt: Auf einer Länge von 200m wurde eine Feldgehölzhecke auf einer unserer Wiesen angelegt. Es mußte zuerst ein über 400m langer Zaun errichtet werden. Dann konnten 450 Pflanzen eingegraben werden.

2014: Die OG hat jetzt auch eine „Naturforschergruppe“: Nun hat die OG auch eine eigene Jugendgruppe. Glücklicherweise meldeten sich zwei junge Damen um diese anspruchsvolle Jugendarbeit zu machen. Sie treffen sich jeden 2. Freitag im Monat und gehen auf Exkursion.

2014: Storchenmast Furkation Sterzhausen/Caldern: Wir und der Bewirtschafter der Furkationsrinnen zwischen Sterzhausen und Caldern stellten mit Unterstützung der Gemeinde, der UNB, EON und der FA. Rink Metallbau eine weiteren Storchenmast auf.

2015: Kauf weitere Naturschutzflächen: Um die mit den Behörden abgesprochene Schutzgebietsgröße zu erreichen, fehlen uns, trotz weiteren Zukäufen, noch drei wesentliche Flächen. Jetzt haben die Flächen eine Gesamtgröße von ca. 12 ha.

Jährlich anfallende Aufgaben

  • Nistkastenreinigung und Anbringen von Kotbrettern
  • Obstbaumschnitt im Winterhalbjahr
  • Heuernte im Sommer
  • Straßensperrung der K84
  • Apfelernte
  • Kontrolle der Amphibienteiche
  • Nistkastenreinigung und Anbringen von Kotbrettern
  • Monatliche Gruppentreffen
  • Stellungnahmen Bauleitplanung anfertigen
  • Praktika für Schulen betreuen
  • Betrieb ökologischer Landbau führen
  • Und,und,und

1. Vorsitzender

Joachim Backhaus
Otto-Ubbelohde-Weg 27a
35094 Lahntal
06423/2450
backhaus-joachim@t-online.de
www.nabu-lahntal.de